Was man über Barchfeld und Immelborn wissen sollte!

Mit dem Auto in 5 Minuten von Marokko nach Amerika

a, das gibt es nur bei uns in der Verwaltungsgemeinschaft Barchfeld-Immelborn. Insider wissen nartürlich schon längst, welche "Länder" hier gemeint sind. In Barchfeld gibt es eine Siedlung mit dem Namen "Marokko" und in Immelborn eine namens "Amerika". Diese Bezeichnungen stammen laut Ortschronik aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 20er Jahren.
Sehr viel früher entstanden unsere beiden Orte. Das Gebiet zwischen Pleß und Gerberstein, zwischen Bad Salzungen und Wernshausen wurde um die Jahrtausendwende als "Breitunger Mark" bekannt. Dieses "Grenz-Gebiet" galt viele Jahre als kirchlicher und politischer Mittelpunkt in der Region. Die Größe der Mark wird im "Breitunger Heimatbuch" mit 280 km2 angegeben. In dieser heimatkundlichen Quelle sind eine Reihe von Orten, Siedlungen und Wüstungen festgehalten, die zur Mark gehörten und im Zeitraum zwischen 933 und 1350 urkundlich erwähnt wurden. (aus "Immelborner Historie")

ine lange Geschichte können diese beiden Orte aufweisen und man muß beim Durchstöbern der Ortschronik staunen, welche Höhen und Tiefen diese Menschen hier erlebt und bewältigt haben. Mit der Einführung des Christentum im 7. und 8. Jahrhundert begannen die damaligen kirchlichen Würdenträger über diese Region zu schreiben. Natürlich im Rahmen der damaligen Christianisierung des Werratals.
Wie überall im mittelalterlichen Reich tobten Machtkämpfe der Fürsten, die ihren Höhepunkt im Dreißigjährigen Krieg fanden und auch nicht vor dieser Region halt machten. In der Folgezeit des Bauernkrieges um 1525 trennten sich die Kapellen in Schweina, Steinbach und Immelborn vom ehemaligen Kloster und erhielten eigene Pfarrer. Die Reformation hatte sich um 1530 in vielen Orten Thüringens ausgebreitet. In Salzungen hatte sie schon 1523 bzw. 1528 Einzug gehalten. In Immelborn und Barchfeld begann sie erst 1547.


 

 

ieser Region blieb nichts erspart: Die Greueltaten der Soldaten im zu Ende gehenden Dreißigjährigen Krieg, Napoleons Fremdherrschaft und die Spaltung der Nation in das Habsburgische "Kaiserreich" Österreich, den "Rheinbund" unter Napoleons Führung und das Königreich Preußen; dann das wieder erstarkende Deutschland, Kaiser Wilhelm, 1.Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg und Neuanfang 1945 mit vielen Vertriebenen aus dem Osten; und danach 40 Jahre kommunistische Diktatur, die 1989 ein Ende hatte.
Wirtschaftlich am Boden, entwickelte sich das Gebiet um Barchfeld und Immelborn zu einem der größten Gewerbegebiete im Wartburgkreis. Die Ursache liegt sicherlich in der verkehrsgünstigen Lage und in der Geschichte der Orte. Innovatives Denken und schnelles Reagieren auf veränderte Strukturen haben dieser Region ihre Prägung gegeben. Aus dieser Situation heraus bietet sich dieser Standort für ein gewerbliches und industrielles Zentrum in Thüringen an.

brigens, wer noch etwas mehr über die interessante Geschichte dieser Region wissen möchte, hat die Möglichkeit das Buch "Immelborner Historie" im Barchfelder Rathaus oder in der Gemeindeverwaltung Immelborn käuflich zu erwerben. Im Mai 2008 erscheint im Repint aufgearbeitet die Chronik 1000 Jahre Barchfeld aus dem Jahr 1933 sowie ein mundartliches Handbuch. Vorbestellungen und Anfragen  info@erbschafts-service.de   bzw. Kontakt